• Messe Bau


    Messebau Die Fachbereiche Messeservice, Messearchitektur, Messeausstatter sowie der Messebau gehen, ihre Arbeitsbereiche betreffend, fließend ineinander über. Entweder ist eine sehr gute Kooperation zwischen allen beteiligten Berufsbildern sowie in erster Linie auch mit dem Messe-Anbieter vonnöten oder es ist ein Unternehmen, welches Fachleute zu allen genannten Bereichen vorhält. Beim Messebau selbst geht es vor allem um die Umsetzung und die Produktion der Messestand-Idee. Teile werden montiert, Problemlösungen gesucht und umgesetzt sowie die zeitliche Planung erstellt, damit alles rechtzeitig zum Messebeginn fertig gestellt ist.

    Zu den Tätigkeiten im Messebau gehört neben dem Aufbau des eigentlichen Messestandes mit Podest, Treppe, Außen- und Innenbereiche auch die Produktion von speziellen Halterungen, Trennwänden und mehr. Auch die Montage mancher Messemöbel, das Aufstellen dieser und die Positionierung der Messe Sitzmöbel, Sitzsäcke und Sitzwürfel sowie der gesamten übrigen Messeausstattung ist Arbeit des Facharbeiters im Messebau. Auch die Wartung und Reparatur von Mietmöbeln und sonstigen Gegenständen gehört zu seinem Tätigkeitsgebiet. Der Messebauer muss unbedingt zuverlässig und pünktlich sein, denn mit ihm steht und fällt das Gelingen einer Messe.

    Mit der geeigneten Architektur, sowie einem guten Präsentationsstil wird ein Unternehmen auf einer Messe in besonderer Weise vom Messebesucher wahrgenommen und ihm in guter Erinnerung bleiben. Dabei spielen die „Standfestigkeit“ und der ansehnliche Aufbau des Messestandes mit den Messe Möbeln und ein angenehmes Ambiente eine große Rolle – denn was hier „billig“ wirkt, suggeriert dem Besucher einen Mangel an Qualität. Besondere Mietmöbel wie Sitzsäcke aus Plüsch oder in leuchtenden Farben ziehen schnell die Blicke der Messebesucher auf diesen Stand und wenn auch sonst alles perfekt aussieht, drängt es den potenziellen Kunden, hier einmal hinüber zu gehen. Auch kleine Messemöbel, wie zum Beispiel Sitzwürfel laden zum Gespräch ein.

    Nebenbei spielt auch die Kommunikationspsychologie eine wichtige Rolle. Wo steht der Messebesucher? Steht er tiefer oder höher, als der Anbieter? Ist eine Begegnung auf gleicher „Augenhöhe“ möglich und ist der Kunde ins Geschehen räumlich eingebunden oder bleibt er eher außen vor? Auch die Farb- und Lichtpsychologie bewirkt viel im Hinblick auf eine gute Kommunikation. Fragen dabei können sein: Soll der Kunde oder das Produkt im Rampenlicht stehen? Wo entstehen beabsichtigte oder unbeabsichtigte Schatten? Bei welcher Lichtintensität fühlen sich Anbieter und Kunde am wohlsten? Und welche Farben passen einerseits zum Logo und wirken zeitgleich aktivierend oder beruhigend (je nach Produkt)? Diese psychologischen Aspekte sollte man unbedingt berücksichtigen – denn von einem guten Messestand gehen immerhin viele neue Kundenkontakte aus.

    Insofern ist die Messearchitektur wieder gekoppelt an den Designerberuf. Dieser achtet insbesondere auf eine gelungene Gestaltung des Ganzen Messestandes. Zum Vorteil für das Anbieter-Unternehmen ist es, wenn den Kunden der Gesamteindruck gefällt und sie sich gerne an diesen Messestand erinnern. Diese Kunden werden später wieder auf das Unternehmen zurückkommen und in weitere Aktion mit dem Anbieter treten.